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DIE KUNST UND IHRE FÖRDERER


Was kostet die Kunst und wer bezahlt sie? Künstlerinnen und Künstler aus Thüringen geben Auskunft über die Förderung von Kunst. Vom Tafelbild bis zur Kunstaktion reichen die Antworten auf die Frage nach Geben und Nehmen im Kunstbetrieb.

Die aktuelle Landesausstellung „Die Ernestiner – Eine Dynastie prägt Europa“ im Stadtschloss und Neuen Museum in Weimar sowie im Schloss Friedenstein und dem Herzoglichen Museum in Gotha gibt den Anlass: Vor dem Hintergrund einer historischen Schau auf eine Dynastie, die immer wieder auch Liebhaber und Förderer der Künste hervorgebracht hat, reflektieren 44 Künstlerinnen und Künstler auf ihre eigene Situation, ihre Lebens- und Arbeits-bedingungen und ihr Verhältnis zu öffentlicher und privater Förderung. Damit bietet die Ausstellung zugleich eine umfassende Präsentation zeitgenössischer Bildender Kunst aus Thüringen.

Fürsten wie die Ernestiner machten sich die Kunst dienstbar und boten damit Künstlern und Kunsthandwerkern Lohn und Brot. Sie zogen Künstler an ihren Hof, etablierten Sammlungen und richteten Kunstschulen ein. Die Künste waren unerlässlicher Bestandteil höfischen Lebens. Fürstliche Kunstförderung kannte Enthusiasmus ebenso wie Kalkül – Kunst wurde aus Leidenschaft gesammelt, aber sie diente auch zur Repräsentation der Dynastie. Der fürstliche Förderer bedurfte der Künstler ebenso wie diese von ihm abhängig waren.

Wie aber beschreiben Künstlerinnen und Künstler heute ihre Position? In welcher Tradition steht der Kunstbetrieb? Wie frei ist die Kunst - zwischen Broterwerb, Kunstmarkt und Projektmitteln? Wer fördert, wer ist von wem abhängig und wer profitiert?

Die Antwort wird in vielfältigen bildlichen Umschreibungen gegeben: Mit ungewöhnlichen Ideen beschreiben Künstlerinnen und Künstler die Lust und die Last, schöpferisch tätig sein zu können. Sie definieren ihr kulturelles Erbe und äußern sich über Macht und Markt. Sie setzen sich mit ihrer Autonomie und ihrer Abhängigkeit auseinander und zeigen Projekte, die durch finanzielle Förderung und mäzenatische Inspiration entstanden sind - ebenso wie Projekte, die noch in der Schublade auf Förderung warten.

Alle künstlerischen Aussagen münden in die Frage nach dem WERT DER KREATIVITÄT. Der Verband Bildender Künstler Thüringen nimmt sich dieses Themas seit einigen Jahren an, um darauf hinzuweisen, dass künstlerisches Schaffen zwar allgemein als Bereicherung geschätzt, doch selten honoriert wird. Kunst kann sich nicht ereignen ohne Förderer, Mäzene und Sponsoren – und umgekehrt.


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Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Seitenanfang Impressum Datenschutz