Rolf Huber

Osthausen-Wülfershausen
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www.rolfhuber.de

Malerei, Grafik
Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen

Semesteranfang
1989 · Litho vom Stein · 50 × 65 cm

In den Arbeiten „Der beste Ruderer oder: Ursache und Wirkung“ und „Semesteranfang“ beschäftigt sich Rolf Huber mit Problemstellungen des Verhältnisses von Macht und Individuum in der Zeit der politischen Wende.

„Der beste Ruderer“ ist Teil einer Serie zum Thema „Straße der Besten“, mit der sich Huber satirisch positioniert. In Großbetrieben wurden die sogenannten „Besten“ aus verschiedenen Bereichen in Fotos festgehalten und öffentlich im Betrieb ausgestellt. Diese Bilder standen im Widerspruch zur realen Situation in der DDR. Das Blatt „Der beste Ruderer“ zeigt eine kleine Schaluppe. Sie ist überladen mit einem dicken Mann, der mit stupidem Gesichtsausdruck in der rechten Hand eine kleine rote Fahne hochhält. So bleibt ihm nur die linke Hand zum Rudern – ein zweites Ruder existiert nicht. Das Ergebnis, so Huber: „Alles dreht sich im Kreis, nichts geht vorwärts. Mit roten Parolen, Misswirtschaft und Festhalten an den von ‚oben’ gefassten Beschlüssen ging die DDR kaputt.“

Die Lithografie „Semesteranfang“ stellt die im Schul- und Hochschulbetrieb stattfindende Pflichtveranstaltung „Rote Woche“ dar. Die Arbeit zeigt das Desinteresse der Studierenden an den roten Floskeln, am politischen System dieser Veranstaltung. Huber stellt den Abstand der Schüler zum Referenten durch Gestik und Mimik dar. Unterstützt wird die Passivität durch die Charakterisierung des Raumes und seine Hell-Dunkel-Gestaltung.

Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Seitenanfang Impressum Datenschutz