Das Boot III
2004 – 2012 · Radierung, Aquatinta, Malerei, Zeichnung · 64,5 × 50 cm

Der Lebenskarren
2010 · Radierung, Aquatinta, Malerei, Zeichnung · 64,5 × 50 cm

Eva Bruszis streicht die Ausrufezeichen im Titel „Macht! Kunst!“ und schreibt: macht Kunst. Eine emphatische Anspruchsqualität: Sie stellt Bilder her. Hierbei stellt sie sich die Frage, was das Verb „machen“ und das Substantiv „Macht“ gemeinsam haben, wenn sie das Verb auf ihre künstlerische Tätigkeit bezieht. Die Kunst spiele immer eine Rolle, um die Stellung der Mächtigen zu rechtfertigen, zu unterstreichen oder zu steigern. Stets habe die Kunst ihren Platz an den Schaltzentralen der Macht, so Bruszis. Darf aber ihre Arbeit Macht ausüben? Darf sie überzeugen wollen, statt überzeugend zu sein? Fragen, mit denen sich die Künstlerin in ihrer Arbeit beschäftigt.

Eva Bruszis speichert in ihren Bildern Leben. Sie speichert das Leben, das sie am besten kennt, ihr eigenes. Sie spiegelt in ihren Bildern Ereignisse, die durchaus keine Zeitereignisse sein müssen und die ihre Gedanken beschäftigen. Dabei bringt sie ihre Persönlichkeit ein, ihre Weltsicht, ihre Gefühle und Gedanken. Dies kann der Betrachter sinnlich wahrnehmen. Mit ihrer Bildfolge „Metamorphosen eines Druckstockes“ legt sie eine Serie vor, die in erster Linie entstand, um unterschiedliche technische und gestalterische Möglichkeiten auszuprobieren. So entstehen seit 2004 von einem radierten Druckstock, der immer wieder verändert wird, bis heute eine Reihe von zwölf Blättern. Zwei ausgewählte Arbeiten aus „Inseltrilogie“ sowie „Der Lebenskarren“ und „Das Boot III“ werden stellvertretend in der Ausstellung „Macht! Kunst!“ gezeigt.

Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Seitenanfang Impressum Datenschutz