LANDESMUSEUM
1991
Öl auf Leinwand
100 × 80 cm

LANDESMUSEUM
2009
Öl auf Leinwand
200 × 120 cm

Seit 1990 bin ich freiberuflich als Maler und Grafiker tätig. Für mich war bei der Auswahl der Bilder wichtig, auch ein repräsentatives Kunstwerk aus der Anfangszeit zu finden. Von der Architektur inspirierte Werke nahmen damals wie heute einen breiten Raum in meinem Schaffen ein.

Meine Wahl fiel auf das 1991 entstandene Werk LANDESMUSEUM. Es zeigt die Ruine des ehemaligen Landesmuseums in Weimar, heute Neues Museum, als realistische Darstellung in verhaltener Farbigkeit. Dieses Motiv beschäftigte mich über Jahre hinweg immer wieder, so auch 2009, als eine rot-weiß-blaue, großformatige freie Darstellung entstand. Sie stellt für mich eine besonders gelungene Abstraktion des Gesehenen dar.

Man sollte meinen, die beste Form des künstlerischen Nachlasses wäre das leere Atelier – dass also alle Werke zu Lebzeiten des Künstlers verkauft würden, und an vielen verschiedenen Orten weiterleben, überleben können. Sicherlich ein berechtigter Wunsch, aber gleichzeitig auch eine problematische Vorstellung: Das Atelier des Malers als leerer Raum, obwohl ein Atelier von Bildern bevölkert sein muss, die doch in gewisser Weise den Humus für neue Werke bilden. Das leere Atelier – eine wenig inspirierende, traurige Vorstellung. Ein fader Geschmack von Leere, von Ende, von Tod. So bleibt es also auch aus künstlerischer Sicht bei der Notwendigkeit des Nachlasses und der Suche nach einem guten Umgang damit.

Die Themenreihe WERT DER KREATIVITÄT ist ein Projekt des Verbandes Bildender Künstler Thüringen unterstützt durch die Thüringer Staatskanzlei  ·  Seitenanfang Impressum Datenschutz